I 81 BERICHTDESVORSTANDS UNTERNEHMENS- VERANTWORTUNG BERICHTAUSDERPRAXIS KONZERNLAGEBERICHTWIRTSCHAFTLICHES UND RECHTLICHES UMFELD KONZERNLAGEBERICHTKONZERNABSCHLUSS DASUNTERNEHMEN IMÜBERBLICK Infolge des starken Zuwachses an Patienten erzielten wir einen Umsatzrekord von rund 2.865 Mio. . Die Bindung unserer Managementkapazitäten mit nachteiligen Auswir- kungen für das operative Geschäft infolge der Übernahme- versuche der Fresenius SE führten zusammen mit einmaligen Aufwendungen, wie etwa substanziellen Beratungskosten und Personalwechsel im Vorstand, zu einem Rückgang des Konzerngewinns um 42,9 % auf 92,0 Mio. . Das EBITDA beläuft sich in 2012 auf 291,5 Mio. und verschlechterte sich damit im Vergleich zu den Vorjahreszahlen um 17,8 %. Zum 1. Mai 2012 wurden die Wiesbadener Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) erstmals konsolidiert. Unsere Patienten konnten wir in unseren 54 Kliniken in Deutschland mit insgesamt 17.089 Betten und 41 Medizini- schen Versorgungszentren (MVZ) mit 199,5 Facharztsitzen behandeln. Um das Wohl unserer Patienten haben sich die aktuell 43.059 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesorgt; der Frauenanteil liegt weiter bei rund 75 %. Den operativen Cash-Flow in Höhe von 231,8 Mio. ver- wendeten wir auch im Geschäftsjahr 2012 wieder für den Ausbau und zur Modernisierung unserer Standorte und für eine zukunftsweisende Medizintechnik und optimierte betriebliche Abläufe. Insgesamt beliefen sich die Gesamt- investitionen auf 326,4 Mio. . Das erwirtschaftete EBITDA des abgelaufenen Geschäfts- jahres beträgt 291,5 Mio. . Das EBITDA im Konzern ist gegenüber dem Vorjahr um 17,8 % gesunken (adjustiert um die Effekte PTZ im Vorjahr um 13,7 %, vgl. Kapitel 6.2). Die EBITDA-Marge im abgelaufenen Geschäftsjahr beträgt 10,2 %. Unser Eigenkapital erhöhte sich auf 1.607,5 Mio. (Vj. 1.598,7 Mio. ) und spiegelt eine Eigenkapitalquote von über 50 % wider. Die Nettofinanzverschuldung stieg akqui- sitions- und investitionsbedingt auf rund 802 Mio. an. Prognose 2013 Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2013 erstmals den Durchbruch der 3-Mrd. -Schwelle bei den Umsatzerlösen (3,03 Mrd. mit einer Schwankungsbreite von 2,5 %). Diese Zielsetzung geht einher mit einer Prognose für das EBITDA in Höhe von 325 Mio. und für den Konzerngewinn von 110 Mio. , die sich beide innerhalb einer Bandbreite von 5 % nach oben und unten bewegen können. 2 WIRTSCHAFTLICHES UND RECHTLICHES UMFELD 2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Das Wirtschaftswachstum in Deutschland entwickelte sich im Jahr 2012 positiv, wenn auch mit weniger Dynamik als im Vorjahr. Hauptgrund für die Abschwächung des Wachs- tums war neben der Schuldenkrise im Euroraum die welt- weit insgesamt schwächere Wirtschaftsentwicklung in den Industriestaaten. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bun- desamts ist das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2012 um 0,7 % gegenüber 3,0 % im Vorjahr gestiegen. Die Dienstleistungsbranchen erwiesen sich dabei gegen- über den anderen Wirtschaftszweigen als besonders wachstumsstark. Die gute wirtschaftliche Konjunktur führte im Jahr 2012 zu erheblichen Steuereinnahmen, wodurch nach vorläufi- gen Zahlen des Statistischen Bundesamts ein Überschuss bei Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen in Höhe von 2,2 Mrd. erzielt wurde. Mit dem Mitte Januar 2013 vorgelegten Jahreswirtschafts- bericht rechnet die Bundesregierung mit einem durch- schnittlichen Wirtschaftswachstum von 0,4 % und damit mit einem weniger wachstumsstarken Jahr. Durch Ausga- benentlastung der privaten Haushalte unter anderem durch Senkung des Beitrags zur Rentenversicherung sowie Abschaffung der Praxisgebühr wird in 2013 eine positive Entwicklung der privaten Konsumausgaben mit Wirkung auf die Binnennachfrage erwartet. 2.2 ENTWICKLUNG DER BRANCHE Die Sozialkassen profitierten auch 2012 von der anhaltend guten Beschäftigungslage und einem kräftigen Anstieg der Löhne. Die gesetzlichen Krankenkassen und der Ge- sundheitsfonds verzeichneten erneut Überschüsse in Milli- ardenhöhe, dies führte innerhalb der Branche zu kontro- versen Verteilungsdebatten. Die Rahmenbedingungen für den Krankenhausbereich ge- stalteten sich im Jahr 2012 weiterhin schwierig. Gesetzlich verordnete Kürzungen sowie hohe Personal-, Energie- und Sachkostensteigerungen belasteten die Ergebnisentwick- lung. Die mit dem GKV-Finanzierungsgesetz festgelegten
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