I90 KONZERNLAGEBERICHT UMGANG MIT CHANCEN UND RISIKEN Der Konzernrechnungslegungsprozess ist so organisiert, dass für jede der Tochtergesellschaften zu jedem Stichtag ­ d. h. monatlich, vierteljährlich und jährlich ­ auf Basis ei- ner konzernweit einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie und eines konzernweit einheitlichen Buchhaltungsprogramms ein handelsrechtlicher Abschluss in konzerneigenen Re- chenzentren erstellt wird. Aus diesen Abschlüssen wird für jedes Quartal ein Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) abgeleitet. Die Ab- schlussdaten der Tochtergesellschaften werden mittels zertifizierter Konsolidierungssoftware nach der Kapitalkon- solidierung und einer Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Eliminierung etwaiger Zwischengewinne zu einem Kon- zernabschluss zusammengefasst. IFRS-relevante Umbewer- tungen bzw. Umgliederungen werden auf Konzernebene nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsverfah- ren durchgeführt. Die Abschlüsse werden zeitnah nach Ablauf des jeweiligen Stichtags an das Konzernrechnungswesen gemeldet, er- stellt und veröffentlicht. Zusammen mit der Abteilung Controlling und fallweise auch mit der Abteilung Interne Revision werden die Abschlüsse analysiert, plausibilisiert und bewertet. Sowohl für die Erstellung der Einzelabschlüsse nach HGB als auch für die Erstellung des Konzernabschlusses nach den gültigen IFRS gibt es zur Vereinheitlichung der Bilan- zierung entsprechend umfangreiche Bilanzierungsvorga- ben und -richtlinien, deren Einhaltung stringent überwacht wird. Sowohl bei den Einzelgesellschaften als auch im Kon- zern bestehen klare Verantwortlichkeiten für die Erstellung der Jahresabschlüsse. Die dabei zur Anwendung kommen- den fallweise präventiven oder nachgelagerten bzw. manuellen oder automatisierten Kontrollen tragen den Grundsätzen der Funktionstrennung Rechnung. Die Quartalsabschlüsse, der Halbjahresfinanzbericht sowie der Jahresabschluss werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zur Prüfung vorgelegt. Die Prüfungsergebnis- se des Prüfungsausschusses werden dokumentiert. Darü- ber hinaus beauftragt der Prüfungsausschuss regelmäßig auch den Abschlussprüfer mit der Durchführung einer rechnungslegungsbezogenen Schwerpunktprüfung. So- weit sich aus den Prüfungen des Prüfungsausschusses so- wie des Abschlussprüfers Verbesserungen des Konzern- rechnungslegungsprozesses ableiten lassen, werden diese unverzüglich etabliert. 4 UMGANG MIT CHANCEN UND RISIKEN Unser unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden ­ denn nur ein Unterneh- men, das seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, ist in der Lage, sich bie- tende Chancen unternehmerisch verantwortlich zu nutzen. Den Umgang mit Chancen und Risiken und deren nachhal- tige Steuerung sehen wir als unternehmerische Kernaufga- be, er ist im Verbund der RHÖN-KLINIKUM AG fest in der Führungskultur verankert. Unsere wertorientierte Unter- nehmensstrategie berücksichtigt dabei Chancen und Risi- ken, schützt die Interessen unserer Aktionäre und anderer Kapitalmarktteilnehmer und trägt der gesetzlich vorge- schriebenen Früherkennung von bestandsgefährdenden Risiken in vollem Umfang Rechnung. Insbesondere unsere Patienten sind darauf angewiesen, dass wir Chancen und Risiken adäquat handhaben. Wir als Gesundheitsdienstleister sehen die Gefährdung von Leben und Gesundheit unserer Patienten stets als größtes Risiko, denn in medizinischen und pflegerischen Bereichen kön- nen selbst kleinste Fehler verheerende Auswirkungen ha- ben. Deshalb genießen Maßnahmen, die diese Risiken ver- meiden, bei uns höchste Priorität. Dabei gilt es, Chancen und Risiken permanent gegeneinander abzuwägen. 4.1 ELEMENTE UNSERES CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENTS Unser Chancen- und Risikomanagementsystem basiert auf folgenden Elementen: Q Präventiv festgelegte Verfahren, klar definierte Struktu- ren und das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen bilden die Basis. Jeder Mitarbeiter hat die persönliche Pflicht, aktiv Schäden von unseren Patienten, unseren Geschäftspartnern und vom Unternehmen abzuwenden. Q Risikoidentifikation und Chancenerkennung sind in die geschäftsüblichen Arbeitsabläufe integriert, denn nur Chancen und Risiken, die wir kennen, können wir auch steuern. Primäres Ziel der Risikosteuerung ist, unter Ab- wägung der damit verbundenen Chancen, die Risikomi- nimierung, wenn möglich die Risikovermeidung ­ aber: Keine Chancen ohne Risiken.
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