I 93 BERICHTDESVORSTANDS UNTERNEHMENS- VERANTWORTUNG BERICHTAUSDERPRAXIS KONZERNLAGEBERICHTMEDIZINISCHE FORSCHUNG UND TRANSFER IN DIE PRAXIS KONZERNLAGEBERICHTKONZERNABSCHLUSS DASUNTERNEHMEN IMÜBERBLICK qualifizierte Mitarbeiter in ausreichendem Umfang für uns zu gewinnen, können daraus entwicklungsbeeinträchti- gende Sachverhalte und damit Risiken für einzelne Stand- orte entstehen. In Bezug auf die Materialbeschaffung sind wir im Bereich medizinischer Einrichtungen und Ausstattungen sowie beim medizinischen Bedarf auf Fremdanbieter angewiesen. Aus diesen Geschäftsbeziehungen können Risiken, bei- spielsweise ausgelöst durch Lieferschwierigkeiten und Qua- litätsprobleme, entstehen. Konzernweit stellen wir durch kontinuierliche Markt- und Produktbeobachtung sicher, dass sich Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten, von Produkten und Dienstleistern in engen Grenzen halten. Erfolgs- und Liquiditätsrisiken Leistungsschwankungen in unseren Einrichtungen können zu Umsatz- und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen führen. Durch regelmäßige Zeit- und Betriebsvergleiche bezüglich Leistung, Umsatz und Ergebnis sowie ausge- wählter betriebswirtschaftlicher Kennzahlen und anderer Indikatoren ist es möglich, frühzeitig unerwünschte Ent- wicklungen zu erkennen und ­ wo angebracht und not- wendig ­ korrigierend einzugreifen. Monatliche Erfolgs- und Liquiditätskontrollen sichern unsere veröffentlichten Prognosen sowie unseren Liquiditätsstatus ab. 4.4 ERGEBNISSE DER RISIKOINVENTUR 2012 UND GESAMTEINSCHÄTZUNG Im Rahmen der Risikoinventur für das Geschäftsjahr 2012 wurden uns keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt. Die Grundsätze des gesetzlich vorgeschriebenen Systems zur Früherkennung von bestandsgefährdenden Risiken wurden im Berichtsjahr analog zu den Vorjahren fortge- führt. Entsprechend wurde auch der Risikokatalog über- prüft und aktualisiert. Die Überprüfung der Risikolage im Konzern und in den Einzelgesellschaften der RHÖN-KLINIKUM AG hat für das Geschäftsjahr 2012 als Gesamteinschätzung ergeben, dass bestandsgefährdende Risiken weder für die Einzelgesell- schaften noch für den Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG bestehen und weiterhin auch keine entwicklungsbeein- trächtigenden Sachverhalte gesehen werden. 5 MEDIZINISCHE FORSCHUNG UND TRANSFER IN DIE PRAXIS Unsere Kliniken beteiligen sich am kontinuierlichen Trans- fer von Wissen aus der Forschung in die Praxis, um wissen- schaftliche Erkenntnisse schneller, besser und gezielter in die Praxis der medizinischen Krankenversorgung einzufüh- ren. Denn mit dem demographischen Wandel wächst der Bedarf an medizinischem Fortschritt. Als Folge der stetigen Alterung der Gesellschaft wächst die Zahl der Menschen, die an Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreis- lauf-, Infektions-, Lungen- und neurodegenerativen Erkran- kungen leiden. Mit unseren Universitätskliniken Gießen und Marburg und deren Integration in den Konzernver- bund sowie dem langjährigen Betreiben des Herzzentrums Leipzig beteiligen sich unsere Kliniken am kontinuierlichen Transfer von universitärem Wissen aus der Forschung in die Praxis, um besser und gezielter die medizinische Kranken- versorgung durchzuführen. Die unmittelbare Anbindung der Konzernkliniken an die universitäre Maximalversorgung und der damit verbundene direkte Zugang zu den hoch- schulmedizinischen Forschungsergebnissen führen dazu, wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in moderne Medizin zu übersetzen und qualifiziert in die Fläche zu tragen. Mit dieser Anbindung der Konzerneinrichtungen an die univer- sitätsmedizinische Forschung und Lehre bieten wir als ver- antwortungsbewusster privater Gesundheitsdienstleister ­ ganz der Logik unserer Unternehmensphilosophie fol- gend ­ unseren Patienten über alle Versorgungsstufen hin- weg ein breites Spektrum einer qualitätsvollen, unabhängi- gen und für jedermann bezahlbaren Medizin. Neben unseren universitätsmedizinischen Standorten pflegen zahlreiche weitere Konzernkliniken den offenen wissenschaftlichen Dialog. Das reicht von der Federfüh- rung wissenschaftlicher Konferenzen über die Teilnahme an klinischen Langzeitstudien und vielversprechenden in- ternationalen Forschungsprojekten bis hin zur Wahrneh- mung universitärer Lehraufträge sowie dem Angebot kon- kreter Fortbildungsmaßnahmen für Krankenhausärzte. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg und weiteren Partnern des Forschungsnetzwerks den Zuschlag als neue Standorte des Deutschen Zentrums für Lungen- forschung (DZL) und des Deutschen Zentrums für Infekti- onsforschung (DZIF) erteilt. Im Jahr 2012 sind nun beide Zentren erfolgreich gestartet. Das Universities of Gießen & Marburg Lung Center (UGMLC) übernimmt dabei die Koor- dination im gesamten Deutschen Zentrum für Lungenfor- schung.
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