I102 KONZERNLAGEBERICHT NACHTRAG 2012 Die Investitionen im Zusammenhang mit Übernahmen entfallen mit 139,2 Mio. auf den Erwerb der HSK-Gruppe und mit 9,6 Mio. auf den Erwerb von Kassenarztsitzen. Zum Bilanzstichtag stehen noch 3,8 Mio. Kaufpreiszah- lungen aus. Unsere Investitionen in 2012 verteilen sich auf folgende Regionen: Mio. Bayern 50,2 Baden-Württemberg 16,5 Brandenburg 3,3 Hessen 167,8 Mecklenburg-Vorpommern 1,2 Niedersachsen 37,1 Nordrhein-Westfalen 10,6 Sachsen 12,0 Sachsen-Anhalt 11,1 Thüringen 16,6 Gesamtinvestitionen 326,4 Nach KHG finanziert 52,9 Nettoinvestitionen 273,5 Aus Unternehmenskaufverträgen haben wir bis 2022 noch Investitionsverpflichtungen in Höhe von 155,2 Mio. , die wir in künftige Erweiterungen und Modernisierungen inves- tieren werden. Bei diesen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Krankenhausneu- oder -umbauten und medizintechnische Ausstattungen, die planmäßig bis 2022 in Betrieb gehen werden. 6.3 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE Unter den erschwerten Umfeldbedingungen aufgrund der Übernahmeversuche, der Gesetzgebung und des weiterhin erheblichen Preisdrucks haben wir im Jahr 2012 bewiesen, dass sich eine qualitativ hochwertige Medizin für unsere Patienten erreichen lässt. Wir rechnen wiederum mit einer steigenden Nachfrage in unseren Krankenhäusern und einem entsprechenden Ergebnisbeitrag im Geschäftsjahr 2013. Das Ergebnis des RHÖN-KLINIKUM Konzerns im Geschäfts- jahr 2012 war durch einmalige Aufwendungen wie etwa substanzielle Beratungskosten und Personalwechsel im Vorstand geprägt. Dies führte zu einem Rückgang des Kon- zerngewinns um rund 43 % auf 92,0 Mio. . Das EBITDA ver- schlechterte sich damit im Vergleich zu den Vorjahreszah- len um 13,7 % (adjustiert) und beläuft sich in 2012 auf 291,5 Mio. . Im Geschäftsjahr 2012 haben wir zum 1. Mai 2012 die Wiesbadener Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) erstmals konsolidiert. Dem Konzernergebnis liegen Steigerungen bei Patientenzahlen von 12,2 % und beim Umsatz von 9,0 % zugrunde. Damit haben wir unsere Marktposition im Geschäftsjahr mit Hilfe unserer Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter weiter ausgebaut. Der RHÖN-KLINIKUM Konzern hat seine für das Geschäfts- jahr 2012 prognostizierten Ziele nicht erreicht. Die sich in den kommenden Jahren für uns bietenden internen und externen Wachstumschancen können wir aufgrund des soliden Geschäftsmodells und der Stärke des Konzerns in vollem Umfang nutzen. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns ist mit den Ende 2012 eingeleiteten Maßnahmen und deren konsequenter Umsetzung im Geschäftsjahr 2013 nach einer Konsolidie- rungsphase gut ausgerichtet für weiteres Wachstum. Der Vorstand bekennt sich weiterhin zu einem qualifizierten Wachstumskurs auf Basis einer konservativen und liquidi- tätsstarken Kapitalstruktur bei angemessener Berücksichti- gung der Anteilseignerinteressen. 7 NACHTRAG 2012 Seit dem 31. Dezember 2012 sind keine Vorgänge von be- sonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentli- cher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG erwartet wird. Zusätzlich informieren wir, dass wir uns am 28. Januar 2013 mit dem Land Hessen auf ein Zukunftskonzept für das Uni- versitätsklinikum Gießen und Marburg geeinigt haben. Ziel ist im Wesentlichen eine Weiterentwicklung der medizini- schen Spitzenversorgung in Mittelhessen, die Sicherstellung von erstklassiger Forschung und Lehre und eine intensivere Zusammenarbeit zwischen dem Land, den Universitäten, dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg und seinem Träger, der RHÖN-KLINIKUM AG.
RHÖN-KLINIKUM AG Downloadcenter Sprachen
  • English
  • Deutsch