I 103 BERICHTDESVORSTANDS UNTERNEHMENS- VERANTWORTUNG BERICHTAUSDERPRAXIS KONZERNLAGEBERICHTAUSBLICK KONZERNLAGEBERICHTKONZERNABSCHLUSS DASUNTERNEHMEN IMÜBERBLICK 8 AUSBLICK 8.1 STRATEGISCHE ZIELSETZUNG Unsere hohen Investitionen, die aus den Überschüssen unserer Kliniken finanziert wurden, bilden die Basis für eine nachhaltige, effiziente und damit auch bezahlbare klini- sche Versorgung. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir Neu- und Erweiterungsbauten in Gifhorn, Köthen, Leipzig und Pforzheim eröffnet. Dies ist zugleich Ausgangspunkt unseres gesunden Wachstumskurses, der als wesentliches Element belastbare und integrierte Versorgungsstrukturen in einer Region in den Vordergrund stellt. Dabei gehen wir bewusst auf die tatsächlichen Patientenbedürfnisse ein und schaffen die Voraussetzungen für eine patientennahe und offene Medizin von morgen. Auch künftig wird ein qualifiziertes internes und externes Wachstum der bestimmende Faktor für die Entwicklung des Konzerns sein. Aufgrund der gesetzlichen Rahmenbe- dingungen im Gesundheitswesen ist internes Umsatz- wachstum nur in Grenzen ­ in der Regel um 3 % bis zu 5 % ­ möglich. Wir entwickeln unser Geschäftsmodell vom klassischen Klinikbetreiber zum integrierten Gesundheitsversorger konsequent weiter. Dies bedeutet auch, dass wir die enge Verzahnung mit der ambulanten Leistungserstellung durch die Überwindung der sektoralen Trennung weiter umsetzen. Vorrangig sind wir bestrebt, unsere Kapazitäten im akut- stationären und ambulanten Bereich durch Akquisitionen auszubauen, um ein gesundes Wachstum zu generieren. Nicht außer Acht lassen werden wir die qualitative und quantitative Verbreiterung unseres Leistungsangebots an bereits bestehenden Standorten. Zusammen mit Koopera- tionspartnern wollen wir in unseren Regionen ein flächen- deckendes Versorgungsnetz mit verzahnten ambulanten und stationären Strukturen aufbauen. Wir bieten deutsch- landweit qualitativ hochwertige Medizin, indem wir mit den geeigneten größeren Kliniken sowie Fachkliniken Netzwerke bilden, die telemedizinisch unterstützt werden. Bei der Übernahme von Einrichtungen setzen wir unverän- dert auf unsere Doppelstrategie »Kompetenz und Verläss- lichkeit« sowie »Qualität vor Quantität«. Wir werden daher jede medizinisch und zugleich wirtschaftlich sinnvolle Ge- legenheit zum Ausbau unseres Versorgungsnetzes nutzen. Im stationären Bereich streben wir perspektivisch weiteres Wachstum durch Übernahmen von Krankenhäusern an. Im ambulanten Bereich setzen wir primär auf die Verzahnung von klinikassoziierten MVZ mit unseren Standorten. Wir werden in unserem Konzern konsequent den Wissens- transfer von den Universitätskliniken Gießen und Marburg, dem Herzzentrum Leipzig sowie den weiteren Wissen- schaftsstandorten weiter fördern. Neueste wissenschaftli- che Erkenntnisse, die Eingang in Diagnose- und Therapie- verfahren gefunden haben, sollen schnellstmöglich allen unseren Kliniken zugänglich gemacht werden. 8.2 KONJUNKTUR UND RECHTLICHE RAHMEN- BEDINGUNGEN Die Aussicht für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich nach dem Rückgang der Wirtschafts- leistung im letzten Quartal des Jahres 2012 zu Jahresbe- ginn 2013 wieder ins Positive gewendet. Der Wirtschafts- ausblick im Eurogebiet ist mit seinen Risiken weiterhin abwärtsgerichtet. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass im Eurogebiet das Bruttoinlands- produkt weiter leicht sinken wird. Die Rezession in sechs Euroländern, darunter auch Italien und Spanien, sowie die angespannte Lage in den übrigen Ländern stellt für die wirtschaftliche Lage weiterhin ein großes Abwärtsrisiko dar. Die im Euroraum existierende Schulden- und Vertrau- enskrise ist im Kern noch nicht gelöst, wird von den Insti- tuten resümiert. Eine dauerhafte Stabilisierung sei nur möglich, wenn in den Ländern die geplanten Reformen tatsächlich erfolgreich greifen.
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